Offener Brief an die Universität Zürich. Brauchen Frauen gleich viel Eisen wie Männer?

Oder soll man den Frauen weniger Eisen verordnen, wie es WHO, die Schweizer Regierung und die Universität Zürich fordern? SIHO und das Swiss Medical Board sagen eindeutig nein.

Sehr geehrter Herr Dekan

Nach skandalös undifferenzierten und leider nicht anders als frauenfeindlich zu verstehenden Äusserungen ausgerechnet des Direktors des Instituts für Hausarztmedizin Ihrer Universität kann es die Swiss Iron Heath Organisation SIHO nicht vermeiden, mit einer dringlichen Anfrage an Sie zu gelangen.

Als erstes wird festgehalten: Frauen brauchen gleich viel Eisen wie Männer, um gesund zu sein. Wegen der Menstruation haben Frauen aber achtmal weniger Eisen als Männer. Deshalb sind sie es, die an Mangelsymptomen leiden und nicht die Männer. Sobald sie das verlorene Eisen zurückerhalten, werden die meisten gesund. Es handelt sich im Grunde genommen um eine Binsenweisheit, die von der Schulmedizin aber tabuisiert wird. Die halbe Menschheit leidet deshalb an einem unbehandelten Eisenmangel. In der Schweiz hat sich das Blatt gewendet.

Die Schweizer Ärzteschaft und die Eisenmangelpatientinnen haben die Bedeutung der Menstruation als Ursache für Eisenmangel nicht nur erkannt, sondern auch anerkannt. Sie haben sowohl die Gelassenheit, die Menstruation mit ihren Folgen als naturgegeben hinzunehmen, aber auch den Mut, Dinge zu ändern, die man ändern kann. Deshalb geben die Schweizer Ärzte und Spitäler hierzulande ihren Eisenmangelpatientinnen das fehlende Eisen rechtzeitig und in adäquater Form zurück – im Gegensatz zum Ausland. In der Schweiz wurden schon über eine Million Eisenmangelpatientinnen behandelt. Über zehntausend Ärzte geben Eiseninfusionen und die Krankenkassen bezahlen die Eisentherapie. Die Eisentherapie hat sich hierzulande definitiv durchgesetzt – Helvetia ist die globale Pionierin.

Der deutsche Professor und ausgesprochene Eisengegner Thomas Rosemann hat im Puls-TV am 19. November 2018 aber trotzdem behauptet:

Also die Menstruation ist für mich kein Argument. (Er hat gut reden, schliesslich hat er keine Gebärmutter)

Es gibt nur vereinzelte Menschen, die an die Eisenwirkung glauben. (Weshalb spricht er von Vereinzelten, obwohl schon über eine Million Schweizer über das Thema aufgeklärt sind und behandelt wurden?)

Steht die Universität Zürich hinter der Meinung ihres Direktors des Instituts für Hausarztmedizin? Dort hat eine Diskriminierung der Frauen definitiv keinen Platz. Wir bitten Sie um eine Stellungnahme. Darüber hinaus bitten wir Sie, die Frage zu beantworten: Was glauben Sie? Brauchen Frauen gleich viel Eisen wie Männer, wie SIHO nachweisen kann? Ja oder nein? Puls-TV hat es schön formuliert: Eine Glaubensfrage spaltet die Fachwelt.

mit freundlichen Grüssen

Dr. med. Beat Schaub, Präsident SIHO           Dr. med. Bruno Büchel, Vizepräsident SIHO

Puls-Sendung

Puls-Interview als Text

Kontakt:

Dekan Christian Schirlo: christian.schirlo@dekmed.uzh.ch

Direktor des Instituts für Hausarztmedizin Thomas Rosemann: thomas.rosemann@usz.ch

SIHO: info@siho-global.org

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