Swiss Iron System SIS

Nach der Basler Wiederentdeckung (1998) des Eisenmangelsyndroms (Iron Deficiency Syndrome, IDS) wurde während sieben Jahren von Experten das Swiss Iron System SIS entwickelt. Es handelt sich um ein neuartiges und seit 2005 bewährtes Konzept der Swiss Iron Health Organisation SIHO für Diagnostik, Therapie und Prävention von Eisenmangel auch schon in seinem Frühstadium.

Das SIS beruht auf der Erkenntnis, dass Frauen im gebärfähigen Alter vor allem wegen ihrer Menstruationsblutung oft nur über eine sehr niedrige Eisenkonzentration verfügen, die mitunter nur einen Bruchteil der männlichen erreicht. Viele von ihnen entwickeln deshalb – lange vor einer prinzipiell auch möglichen Anämie – bisher oft für atypisch gehaltene Mangelsymptome, zudem meist sehr unterschiedliche. Diese verschwinden jedoch wieder, sobald der Eisenspiegel dieser Patientinnen durch Substitution, vorzugsweise mithilfe intravenöser Infusionen, entsprechend angehoben wird. Die auf diese Weise Behandelten bleiben auch künftig symptomfrei, sofern man den erreichten Spiegel in individuell genau zu ermittelnden größeren Abständen regelmäßig auf dem erreichten Niveau hält. Dabei hat sich das im Folgenden nur kurz umrissene Behandlungsregime als optimal erwiesen:

Nach der Aufsättigungstherapie folgt – sofern diese (wie eben in der überwiegenden Zahl der Fälle) erfolgreich war – die für das weitere Vorgehen entscheidende Beobachtungsphase. Die Ferritinwerte und die Befindlichkeit der Frauen sollten nun zunächst alle drei Monate ermittelt und dokumentiert werden. Sobald jedoch die ersten Rückfallsymptome auftreten, muss dafür gesorgt werden, dass jener Eisenspiegel wieder erreicht und dann auch gehalten wird, bei dem diese Frauen beschwerdefrei waren. Diese sogenannte Eisenschwelle liegt durchschnittlich bei einem Beckman-Ferritinwert von 100 ng/ml, fällt aber individuell sehr verschieden aus. Deshalb ist der behandelnde Arzt gehalten, dabei stets ausschließlich „Frau- und Zeit-gerecht“ vorzugehen.

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